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Nachruf für Olivia

Am 14. November 2013 ist Olivia Robertson im Alter von 96 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen.

Olivia 2010
Olivia Robertson mit Gisela Kranz in Chicago 2010

Auf der ganzen Welt trauern die Mitglieder und Freunde der Fellowship, denn sie war für viele Jahre die Mitte und das Herz der FOI. Wir werden sie sehr, sehr vermissen.  

Ihre Kurz-Biografie:
http://www.fellowshipofisis.com/oliviarobertson.html
und: https://sites.google.com/site/fellowshipofisiscentral/fellowship-of-isis—biographies-of-the-founders

Nachruf für Olivia Robertson:  13. April 1917 – 14. November 2013
von ArchDruidesss Linda Isles, Übersetzung: Gisela Kranz

„Olivia Robertson, Mitbegründerin der Fellowship of Isis, ist am Abend des 14. November in die Sphäre der Geister hinübergegangen. Aufgrund gesundheitlicher Probleme hatte sie  einige Monate im Krankenhaus gelegen. Während dieser Zeit sandte sie weiterhin Botschaften, verfasste Rituale  und schuf Kunstwerke für die Fellowship of Isis. Diese wurden in den Isian News veröffentlicht, der offiziellen Publikation der FOI, die von zweien der FOI-Gründer, Olivia und ihrem Bruder Lawrence Durdin-Robertson, im Sommer 1976 geschaffen worden war.

Die passendste Ehrung für Lady Olivia geschieht mit ihren eigenen Worten. Sie schreibt: „Wir alle fürchten den Tod. Wir fürchten den Verlust unserer selbst,  unseres eigenen Bewusstseins und all dessen, was wir kennen. Es ist nur der Körper, der zugrunde geht. Wenn du den Tod als ein unvorhersehbares aber unvermeidliches Unglück in der Zukunft ansieht, in der näheren oder ferneren, fürchtest du natürlich das plötzliche Ende von allem, was du liebst, das Ende des individuellen Bewusstseins. Doch in Wahrheit kannst du nun deine eigene Unsterblichkeit erfahren! …

Genieße die Freuden, die zu den ewigen Sphären gehören, solche wie die Liebe und Fürsorge für einander, für die Tiere und Pflanzen; Philosophie und Religion; das Betätigen in Kunst und Handwerk. So wirst du deinen geistigen Körper mit dem Nektar und Ambrosia der Gottheiten stärken…

Der Tod ist für die Unwissenden! Die Unsterblichkeit ist für die, die die Wahrheit kennen! Entwickele deine übersinnlichen und geistigen Gaben, damit nicht nur du diesen „Tod“ als den Schwindler erkennst, der er ist, sondern damit du auch anderen helfen kannst, ihre Furcht vor ihm zu abzulegen…

Die Wiedervereinigung mit denen, die du liebst, ist sicher. In deiner Einzigartigkeit liegt deine Unsterblichkeit, denn nichts, was einzigartig ist, kann zugrunde gehen. Es ist ein essentieller Teil des kosmischen Plans. Bringe deinen göttlichen Ursprung zum Ausdruck, der von der Mutter aller, Nuit, kommt, deren Kinder unsterblich sind wie Sie selbst. Des Weiteren nähre alle guten Gaben in jeder Person und in jedem Lebewesen, du stärkst damit die Eintracht zwischen der göttlichen Sphäre des Himmels und ihrem vergänglichen Abbild, das diese Welt ist. Es gibt keinen Tod. Die Liebe ist ewig.“

Olivia Robertsons Leben war ein einziges lebendiges Beispiel. Olivia hat immer andere dazu ermutigt, ihre Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Sich selbst bezeichnete sie als eine „Zauberin“, Konventionen zu folgen lehnte sie ab. Ihre Spiritualität war von ihrer einmaligen inneren Vision geleitet. Sie lebte ihre Priesterinnenrolle als Künstlerin, ihr Pfad war durch ihr Vertrauen in Führung und Eingebung, die sie direkt von der Gottheit bekam, gestählt.

Wie können wir ohne sie weitermachen? Ich kann jetzt nur sagen, dass wir weitermachen werden. Die Fellowship of Isis war ihr Lebenswerk und die Fellowship of Isis wird es weiter geben. Die Isian News wird es weiter geben. Olivia wollte das so.

Wir werden sie vermissen. Wir werden sie furchtbar vermissen. Liebste Olivia, wir sind dir voll Freude begegnet, dein Fortgang bringt Kummer, doch auch die Gewissheit künftiger Freude, denn wir alle werden uns wieder begegnen.

Mögest du in Schönheit gehen, mögest du in Frieden gehen, möge Isis dich segnen, Olivia, jetzt und immer.“

Alle Nachrufe siehe:
http://fellowshipofisis.com/oliviamemorials.html

Samhain 2013

Zu Samhain sind die Nächte sichtbar länger geworden, wir gehen auf die Wintersonnenwende zu. Vielen ist Samhain als Allerheiligen und Halloween bekannt; hier endet der Kreis des Jahres und beginnt zugleich aufs Neue. In vielen Kulturen ist dies eine Zeit des Ahnen- und Totengedenkens.

In vergleichsweise milder Abendluft haben wir unser Ritual an einem See jenseits der Stadtgrenze abgehalten. Dort draußen konnten wir Fäulnis und Übergang geradezu riechen, die Feuchtigkeit schien in uns hinein zu kriechen, schließlich fing es an zu regnen, die vertrockneten Blätter raschelten nicht einmal mehr. Fern von elektrischer Beleuchtung ging die Dämmerung sanft in Dunkelheit über, es wurde schwierig die Ritualtexte zu Ende zu lesen und gerade an passender Stelle fuhr ein Boot leise über den See.

Samhain am See

Nachruf für Deena

Im Rahmen des 20. FOI Annual Goddess Festival fand das Dulce Domum für Deena Butta (1. Juni 1950 – 27. Januar 2012) im Life Force Arts Center in Chicago statt.

Deena Butta
Deena Butta

Das Iseum mit dem Ziegenfisch ist Deena in tiefem Dank verbunden, ihr Wirken hat dieses Iseum wesentlich geprägt und sie war Bürgin bei der Gründung des Iseums.

 

Unser Nachruf war Teil des Dulce Domum-Ritual in Chicago.

„From Gisela, Iseum with the Goatfish, Berlin, Oct. 1.2013:
Throughout the last years when announcing the annual Goddess Festival and its main ritual Deena had always stated how important it was for everyone to prepare for the great changes coming up with the end of 2012. – Now we know what these changes meant for Deena´s personal path. And at the same time Deena´s passing through the Veil has become one aspect of the transforming changes happening with many of us.

Since 2006 Deena was part of my life. I had applied for a correspondence course at her lyceum, picking it at random from the FOI-directory. I had expected to receive in the course of studying more or less standardized replies for each lesson which would fit for each student and any manifesto-course. But Deena dealt with my answers in a very individual way, sensing my spiritual needs and meeting them best she could. Suddenly I had a teacher on the other side of the Ocean willing to answer ALL questions on spirituality I had ever hoped to ask… And I threw myself to that opportunity. I think, only then I realized how long I had been craving for such an opportunity. Deena devoted her time to my spiritual growth, never asking whether that would help her own lyceum in any way. Deena was an empathic teacher: patient, encouraging, understanding, friendly, good-humored, full of tolerance and at the same time clear about her essentials. She was a profound source of open-minded knowledge, wisdom and spiritual experience.

Throughout the years we got to know more about each other; we were about the same age, she had three sons, I have three daughters. Our correspondence obtained a personal touch, the topics grew wider… And all this was highlighted when we met in person for one whole week around the Goddess Festival 2010: the Priestess in her personal surroundings, the Priestess with her spiritual family. The picture I had got from our correspondence became more colourful now and I loved what I saw. Deena and I parted with a very conscious, attentive good bye to each other. Now I find some consolation with that parting well made, though we believed of course we would meet again in some years` time.

Deena was my mentor and my friend; in a way she was my solid rock, when things got difficult among German pagans or in relation to the world outside. My iseum is her “daughter-iseum”, Deena is my cherished paragon of a priestess, her lyceum was my Hy Brazil and I feel homesick for it. And I shall always be proud to say, I studied with Deena and got my initiations from her.“

Deenas Leben in Kürze:
Deena war ihr Leben lang eine engagierte Vorkämpferin für die Göttin-Spiritualität. Sie war Archpriestess der Fellowship of Isis, seit 1994 organisierte sie das weithin bekannte jährliche Goddess Festival in Chicago, zu dem Gäste aus dem In- und Ausland kamen. Sie war eine hoch geschätzte Lehrerin in der FOI, ihre Korrespondenzkurse verbanden sie mit Student/innen und Absolvent/innen in der ganzen Welt. Deena war in vielen neuheidnischen sowie interreligiösen  Initiativen in Chicago engagiert, so auch beim bedeutenden Parlament der Weltreligionen 1993. Sie war Herausgeberin des Isis-Seshat-Journals, das in der ganzen Welt von FOI-Mitgliedern gelesen wurde. In ihrem beruflichen Leben war Deena Bibliothekarin mit dem Spezialgebiet Genealogie. Deena war Ehefrau, Mutter und Großmutter.