Samhain-Meditation

Samhain, der Jahreskreis schließt sich und ein neues Jahr beginnt. Es ist eine gute Zeit um in Ruhe Bilanz zu ziehen und neue Ziele festzulegen.
Sehen wir uns an, was zu unserem spirituellen Besitz gehört und wonach wir streben!Wald zu Samhain

Stell dir jetzt ein Gespräch mit deiner Göttin mit deinem Höheren Selbst oder deinem Krafttier vor; antworte spontan und ohne dich in Rechtfertigungen zu verstricken.

Meditation

Ist dir eigentlich aufgefallen, dass das Samhain-Fest ansteht?
Hast du die Jahreskreisfeste in deinem Kalender eingetragen?
Und falls nicht, gibt es gute Gründe das jetzt nachzuholen?

Wenn keine Einladung zu dir kommt, lässt du dann das Fest unbeachtet verstreichen?
Oder kannst du für dich allein Samhain feiern?
Findest du, wenn du dich umsiehst, Gelegenheit mit einer Gruppe zu feiern?

Kannst du für dich allein meditieren oder ein Ritual vollziehen?  Kommen dir die Worte und Gesten spontan? Hast du passende Texte zur Hand? Oder kommst du dir allein verloren vor? Kannst du zur Ruhe kommen? Oder findest du nie die Zeit, um überhaupt anzufangen? Gehörst du zu den Menschen, die nur gemeinsam mit anderen den Zugang zu Meditation und Ritual finden?

Hast du so etwas wie einen Meditationsplatz, einen Göttinnen-Winkel, einen Altar zu Hause?
Und bist du mit deinem Platz zufrieden? Sieht er schön aus? Pflegst du ihn? Verändert er sich mit deinem spirituellen Weg? Schenkst du deiner Göttin manchmal etwas?
Gibt es gute Gründe deinen Platz besser zu pflegen? Oder gibt es gute Gründe überhaupt erstmal einen passenden Ort zu schaffen?
Weißt du vielleicht nicht so richtig, wie du den Platz gestalten könntest?

In aller Regel kommt spirituelle Kommunikation erst dann in Fluss, wenn wir das Höhere Wesen direkt angesprochen und ausdrücklich um Kontakt gebeten haben; das stimmt auch dann, wenn wir davon ausgehen, dass dieses Höhere Wesen in uns selbst zu finden ist.

Hast du einen Namen für deine Göttin, dein Krafttier, deinen Engel?
Kannst du den Namen ohne Zögern und Überwindung laut aussprechen oder kannst du ihn nur denken?  Oder hast du Bedenken?

Notiere dir die Fragen und Antworten, die dich berührt haben. Und vergiss nicht, dich bei der guten Fee, der Engelsgestalt, deiner Göttin oder bei deinem Höheren Selbst für das Gespräch zu bedanken.
Führst du ein spirituelles Tagebuch? Falls noch nicht, es gibt vielleicht gute Gründe jetzt eines anzulegen!  Ein einfaches Heft genügt.

Und nun, was ist der nächste Schritt?
Es ist wie sonst im Leben auch: zeig dich mit dem, was dir wirklich wichtig ist, so ziehst du neue, lebendige Energie an.
Stelle deine Fragen, dann ziehst du Antworten an. Wenn sie auch manchmal anders ausfallen als erwartet. Und die befürchteten dummen Fragen erweisen sich oft als die fruchtbarsten.

Beltane 2015

Beltane-Gedicht

     Wiegt euch im Wind – ein Gedicht zur Beltane-Feier
von Judit Lichtenberg © 2015

Die Göttin singt:

Wiegt euch im Wind, meine Töchter, wiegt euch im Wind.
Der Wind soll euch kosen, er soll euch streicheln.
Umarmen soll er euch.
Spürt den Wind, wie er euch bewegen will.
Spürt den Wind, wie er euch bewegt.

Grabt die Füße in meinen Leib, meine Töchter, und wiegt euch im Wind.
Habt Vertrauen in ihn, er bringt euch das Neue.
Hebt das Gesicht zur Sonne, meine Töchter, und wiegt euch im Wind.

Lasst die Erstarrung des Winters fahren, ihr Schönen, und wiegt euch im Wind.
Nährt euch von der Kraft eurer Mutter, mein Leib gehört euch.
Nun, da mein Leib gestärkt ist vom langen Schlaf,
Nun, da meine Kraft aufsteigt, tut wie alle Wesen tun:
Nährt euch von der Kraft eurer Mutter.

Ich gebe gerne. Ich nähre gerne. Ich liebe euren Anblick, wenn ihr euch stärkt.
Euer Strahlen, wenn ihr euch sättigt, eure wohlige Schläfrigkeit,
Wenn ihr alles genommen habt, wessen ihr bedürft und begehrt.

Euer Leib sei Freude. Euer Leib sei Neubeginn. Euer Leib sei euch ein Wohlgefallen.
Hört euer Herz klopfen und euer Blut singen. Spürt und liebt die Zartheit eurer Haut.
Ihr seid meine Schöpfung.
Ich habe sie erschaffen in Gesang, ich habe sie getanzt.  Ich habe sie geträumt.
Ihr seid mir ein Wohlgefallen.

Verschmäht nicht, was ich euch gab. Erhaltet und pflegt es.
Nehmt meine Kraft, meine Töchter, esst, tanzt, singt und seid trunken.

So will ich es. So ist es gedacht. Wehrt euch nicht gegen eure Mutter.
Wehrt euch nicht gegen das Leben, das ich euch gab.

Lasst die Kontrolle gehen. Lasst die Bedenken los.
Vergesst eure Selbstbeschränkung.  Damit dient ihr mir nicht.
Ihr dient mir nicht mit Kleinheit. Ihr dient mir nicht mit Verzagtheit und Misstrauen.
Ihr dient mir nicht mit Verzicht. Noch dient ihr mir mit Gehorsam. Oder mit Dienst.

Ich brauche eure Verehrung nicht. Ich bin größer als das.
Ich brauche euer Dienen nicht. Ich bin größer als das.
Ich brauche euch nicht. Ich liebe euch.
Ihr seid die Kinder, ich bin die Mutter.
Ich sorge für euch.
Dreht das nicht um. So groß seid ihr nicht.

Jetzt im Frühling geht nicht in euch. Geht aus euch heraus.

Und dann – wiegt euch im Wind, meine Töchter, wiegt euch im Wind.
Lasst den Winter los. Lasst nun alles Kalte und Starre los.
Lasst alles Vertrocknete und Verkrampfte los.
Lasst die Kleinmütigkeit los und die Angst.
Lasst alle Bedenken los und nährt euch!

Gründung eines Iseums

Ein neues Iseum in Deutschland!
Zu Samhain bei strahlendem Herbstwetter gründete cand. Prs. Maria ihr Iseum der Elen und ich bin die stolze Bürgin.

Lange bevor die christlichen Missionare kamen, war die Göttin Elen in Europa und bis nach Zentralasien bekannt, später verschmolz ihr Kult mit dem einiger christlicher Heiligen. Die Wander- und Handelswege stehen unter Elens besonderen Schutz, seit je her erscheint sie den Wandernden gern in der Gestalt einer Hirschkuh.
Möge Elens Feuer weithin leuchten!

Gerade in den letzten 20 Jahren ist das Interesse an Elen insbesondere in Großbritannien wieder erwacht. Siehe dazu das Buch:
Finding Elen. The Quest for Elen of the Ways. Herausgegeben von Caroline Wise, 2015

Und jetzt kommt Elen offensichtlich auch nach Deutschland. Ihr Iseum ist nahe dem Hohen Meißner in Hessen gelegen, in einer Gegend, in der mehrere spirituelle Traditionen zusammentreffen; keltisch-germanische werden dort heute wieder gepflegt und ein großes tantrisches Zentrum ist hinzugekommen.