about me

Gisela, PortraitDas Hintergründige hat mich schon immer interessiert. In meiner Jugend war ich in der evangelischen Kirche aktiv, das war damals für mich der einzige Ort, wo das Ewige, das Hintergründige überhaupt vorkamen.

Dann verdichtete sich das Leben. Etwas über Funktion und Wandel der Gesellschaft, über Macht und Gestaltung, Weltbilder, Utopien, und deren Umsetzung zu lernen, erschloss mir neue Horizonte. Nach Abschluss des Politologiestudiums fand ich meinen Platz in der Erwachsenenbildung, mit Vorträgen, später mit ganzen Seminaren, mit dem Organisieren von  Kursreihen und Bildungsprogrammen. Außerdem füllten unsere vier Kinder die Tage auf wunderbare Weise. Das Engagement in der Kinderladenbewegung, später für Pflegekinder und für die deutsch-polnische Verständigung belegten die verbleibende Zeit.

Das Hintergründige holte mich in der Begegnung mit Astrologie, der einstigen Königin der Wissenschaften, wieder ein. Sie bindet den Menschen in kosmische Zusammenhänge ein, vertritt eine ganzheitliche Sicht, die im gängigen Weltbild in Ermangelung wissenschaftlicher Beweise so nicht vorkommt. Näheres Hinsehen bei sogenanntem alternativen oder esoterischen Wissen schien mir viel versprechend. Was, wenn hier zwischen Spreu guter Weizen lagerte?

Ich machte eine Tarot-Ausbildung bei Hajo Banzhaf  in München. Die klassischen Karten bilden beliebige soziale Prozesse in der Sprache der Mythen, Symbole und Archetypen ab, die kulturgeschichtlichen Bezüge sind vielfältig. Das Eintauchen in diese Welt der Assoziationen und ihre eigenen Wirkungszusammenhänge bereicherte mein Weltbild erheblich.

Es kam eines zum anderen. Das dreijährige ´Body, Heart and Soul Training` in der Schweiz und in England bei Alan Lowen von Art of Being brachte mir neben tiefgreifenden persönlichen Entwicklungsprozessen die Begegnung mit den Ideen des (verwestlichten) Buddhismus und viel Praxis mit verschiedenen Meditationsformen, u.a. auch mit geführten Meditationen, die in das Große Loslassen in die ´Alles Umfassende Präsenz` mündeten.

In Sphären unterhalb dieser entrückten ´Präsenz` haben die Menschen stets ihre Höheren Wesen lokalisiert, auch in monotheistischen Religionen. Ich begegnete Frauen, die die Göttin verehrten, sie dockten an Überlieferungen und wiederentdeckte Quellen an und verbanden sie mit ihren eigenen Erfahrungen.

2004 wurde ich auf die Fellowship of Isis aufmerksam, ein virtueller Rundgang durch den Tempel im Gründungszentrum Clonegal Castle berührte mich sehr und dem Manifest konnte ich ohne Vorbehalt zustimmen. Die flachen Organisationsstrukturen, das tiefe Vertrauen auf  spirituellen Zusammenhalt, der Lern- und Erkenntniswege öffnet, ebenso der ausdrückliche Non-profit-Charakter und die Betonung der Selbstverantwortung des einzelnen sagten mir zu.

Anfang 2006 begann ich bei Deena Butta (Chicago) zu lernen, 2008 folgte die Ordination in der Fellowship of Isis, 2009 habe ich das  Iseum mit dem Ziegenfisch gegründet. 2010 wurde ich Adepta und 2015 Hierophantin; die FOI versteht es, wohlklingende Titel mit flachen Hierarchienierarchien zu verbinden.

Zur Zeit bin ich in mehreren Projekten der Zivilgesellschaft tätig, die Schwerpunkte sind Spracherwerb für Menschen, die neu in Deutschland sind, Diversity und gesellschaftliche Teilhabe, interreligiöser Dialog und pagane Vernetzung. – Und meine Kinder und Enkel erfüllen mich täglich mit Stolz und Dankbarkeit.